Passives Investieren vs. Aktives Investieren: Warum der passive Ansatz überlegen ist

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Finanzplanung
Aleksander Vorwerk

Autor

05.04.2023

Der passive Ansatz der Aktieninvestition

In der Welt der Aktieninvestitionen gibt es zwei Hauptstrategien: passives und aktives Investieren. Aktives Investieren bezieht sich auf die Auswahl von Einzeltiteln durch aktives Portfoliomanagement, während passives Investieren den Kauf von Indexfonds oder ETFs (Exchange Traded Funds) zum Nachbilden der Marktrendite beinhaltet. In diesem Blogbeitrag werden wir untersuchen, warum passives Investieren aktivem Investieren überlegen ist, basierend auf wissenschaftlichen Studien und Quellen.

Vorteile des passiven Investierens

  • Kosteneffizienz

Passive Fonds haben in der Regel niedrigere Verwaltungskosten als aktive Fonds. Eine Studie von S&P Dow Jones Indices (2020) zeigt, dass die durchschnittlichen Kosten für passiv verwaltete Fonds bei 0,15 % liegen, während die Kosten für aktiv verwaltete Fonds bei 0,67 % liegen [1].

  • Bessere Performance

Laut einer Studie von Morningstar (2019) haben 74,5 % der aktiv verwalteten US-Aktienfonds in den letzten zehn Jahren ihre Benchmark-Indizes nicht übertroffen [2]. Dies liegt hauptsächlich an den höheren Verwaltungskosten und dem schwierigen Marktumfeld, das es aktiven Fondsmanagern erschwert, bessere Ergebnisse zu erzielen.

  • Steuereffizienz

Passive Fonds sind steuereffizienter als aktive Fonds, da sie aufgrund ihrer geringen Portfolio-Umschichtungen weniger Kapitalertragsteuern erzeugen. Dies ist besonders wichtig für Anleger, die in steuerpflichtigen Konten investieren. Eine Studie von Fidelity (2019) zeigt, dass passiv verwaltete Fonds im Durchschnitt 0,45 % weniger Kapitalerträge pro Jahr generieren als aktiv verwaltete Fonds [3].

  • Diversifikation

Durch den Kauf von Indexfonds oder ETFs, die einen breiten Marktindex abbilden, können Anleger ihr Risiko durch Diversifikation reduzieren. Im Gegensatz dazu sind aktiv verwaltete Fonds oft stärker konzentriert und können daher ein höheres Risiko bergen.

Studien zur Überlegenheit des passiven Investierens

Eine vielzitierte Studie von Fama und French (2010) zeigt, dass aktive Fondsmanager nicht in der Lage sind, nach Abzug von Kosten und Steuern eine Überrendite gegenüber dem Markt zu erzielen [4]. Ähnliche Ergebnisse wurden von Malkiel (2005) in seiner Studie zur Effizienz von Indexinvestitionen gefunden [5].

Fazit

Die wissenschaftliche Literatur zeigt deutlich, dass passives Investieren in den meisten Fällen aktivem Investieren überlegen ist. Kosteneffizienz, bessere Performance, Steuereffizienz und Diversifikation sind entscheidende Faktoren, die passives Investieren zu einer attraktiven Wahl für Anleger machen. Anleger sollten diese Faktoren bei der Entscheidung über ihre Investitionsstrategie berücksichtigen.

 

Quellenangaben:

 

[1] S&P Dow Jones Indices (2020). SPIVA U.S. Scorecard. Verfügbar unter: https://www.spglobal.com/spdji/en/spiva/
[2] Morningstar (2019). Morningstar’s Active/Passive Barometer. Verfügbar unter: https://www.morningstar.com/lp/active-passive-barometer
[3] Fidelity (2019). The Tax Efficiency of Passive and Active Equity Funds. Verfügbar unter: https://www.fidelity.com/learning-center/investment-products/mutual-funds/tax-efficiency-passive-active
[4] Fama, E. F., & French, K. R. (2010). Luck versus Skill in the Cross-Section of Mutual Fund Returns. Journal of Finance, 65(5), 1915-1947. Verfügbar unter: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1540-6261.2010.01598.x
[5] Malkiel, B. G. (2005). Reflections on the Efficient Market Hypothesis: 30 Years Later. Financial Review, 40(1), 1-9. Verfügbar unter: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1540-6288.2005.00077.x